Schwarzer Kaffee

Faktencheck: Ist schwarzer Kaffee ungesund?

Es ist eigentlich kein Geheimnis, dass jeder seinen Kaffee in einer individuellen Variante genießt. Manche lieben es süß und blond mit Zucker und Milch, andere bevorzugen es mit Verfeinerungen von Karamellsirup und andere bevorzugen das beliebte Heißgetränk in seiner reinen Pracht ohne Zusätze. Letzterer – der klassische schwarzer Kaffee – hat jedoch oft einen schlechten Ruf. Angeblich führt schwarzer Kaffee zu Verfärbungen der Zähne und ist allgemein ungesund. Einige Meinungen behaupten, dass Schwarz-Trinker auch Pessimisten sind. Tatsächlich ist der Fall ganz anders, weil es Kenner sind. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass schwarzer getrunkener Kaffee die gesamte Aromenvielfalt der Aromen ermöglicht.

Wer sich oft dafür entscheidet, schwarzen Kaffee ohne Zusatzstoffe zu trinken, wird zunächst vom Geschmackserlebnis überrascht. Es ist wichtig, dass Sie sich auf eine hochwertige Arabica-Sorte eines Kaffeeröstunternehmens verlassen. Der billige Kaffee aus dem Supermarkt mag ganz anders schmecken, wenn Sie ihn schwarz genießen, aber es gibt einen großen, nicht zu beanstanden Qualitätsunterschied der verwendeten Kaffeebohnen.

Ein weiterer Vorteil, wenn Sie Ihren Kaffee ab und zu schwarz trinken möchten, ist die Tatsache, dass die Zubereitung relativ schnell und einfach von der Hand geht. Ob bei der French Press, in der Kaffeemaschine oder vollautomatisch, Sie brauchen nur eine Tasse. Für diejenigen, die an einer weit verbreiteten Laktoseintoleranz leiden, bietet schwarzer Kaffee auch gesundheitliche und finanzielle Vorteile. Zum einen wird hier komplett auf Milch verzichtet, zum anderen müssen Sie keine teureren laktosefreien Produkte als Ersatz kaufen.

Das Kaffeebuch: für Anfänger, Profis und Freaks
  • Tobias Hierl, Johanna Wechselberger
  • Herausgeber: Braumüller Verlag
  • Auflage Nr. 2 (15.01.2014)
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten

Die positive Wirkung des schwarzen Kaffees

Wir sind erpicht, dem schwarzen Kaffee alle möglichen schlechten Qualitäten und Wirkungen zuzuschreiben. Einige davon sind jedoch auf die besondere Röstung und damit auf die Qualität des Produkts zurückzuführen. Es ist zum Beispiel richtig, dass der Magen durch Kaffee gereizt werden kann. Dies liegt an den Bitterstoffen, die nur bei einem schnellen und heißen Röstung entstehen. Wer sich für eine hochwertigere Variante mit schonender Röstung bei der Kaffeeauswahl entscheidet, steht weniger Bitterstoffen gegenüber. Grundsätzlich hat schwarzer Kaffee sehr positive Auswirkungen auf den Organismus. Zum Beispiel unterstützt es den Fettstoffwechsel und stärkt das Immunsystem. Außerdem sollte er eine Hilfe bei Diabetes sein und zur Erneuerung der Zellen beitragen, da die sekundären Pflanzenstoffe die Zellen reinigen und entgiften.

Was manche Kaffeetrinker oft nicht wissen, ist, dass schwarzer Kaffee nicht gleich schwarzer Kaffee ist. Jede Sorte schmeckt je nach Röstung sehr unterschiedlich. Dies wird beispielsweise bei einem Espresso deutlich, der normalerweise nur in Begleitung eines Glases Wasser kommt. Der wird grundsätzlich schwarz getrunken und schmeckt sehr stark. Diejenigen, die es nicht so mögen, werden den Caffé Americano bevorzugen. Diese Espresso-Version wird dann mit heißem Wasser „gestreckt“ und schmeckt somit milder. Daneben gibt es natürlich auch heller Röstungen wie das beliebte Café Crème. Wer einfach schwarzen Filterkaffee bevorzugt, wird es wie die Franzosen tun und ein Café Noir trinken.

Barista-Know-how: Alles, was man für den perfekten Kaffee wissen muss
  • Kurt Leopold Traxl
  • Herausgeber: Riva
  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
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